VRT stellt Weichen für die Zukunft
Trier, 9. September 2026 Neue stellvertretende Verbandsvorsteherin, einfacherer Zugang zum Deutschlandticket Jobticket und eine Anpassung der Ticketpreise ab 2027: Die Verbandsversammlung des VRT hat mehrere wichtige Entscheidungen für den öffentlichen Nahverkehr in der Region getroffen und über aktuelle Entwicklungen informiert. Zudem stellte sie die Weichen für die nächste Vergaberunde der Busnetze.
Die Verbandsversammlung des Verkehrsverbunds Region Trier (VRT) hat am Mittwoch, 9. September 2026, die Landrätin des Vulkaneifelkreises, Julia Gieseking, zur neuen stellvertretenden Verbandsvorsteherin gewählt.
Verbandsvorsteher Stefan Metzdorf gratulierte Gieseking herzlich und sagte: „Julia Gieseking kennt die Herausforderungen und Chancen des öffentlichen Nahverkehrs aus ihrer täglichen Arbeit im Landkreis Vulkaneifel gut. Ich freue mich auf die weitere enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit für eine starke Mobilität in unserer Region.“
Darüber hinaus informierte der VRT über Verbesserungen beim Deutschlandticket Jobticket: Unternehmen können das Angebot künftig bereits dann nutzen, wenn sich eine einzige Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter dafür interessiert. Damit wird das vergünstigte Deutschlandticket Jobticket beim VRT insbesondere für kleinere Betriebe leichter zugänglich.
Außerdem hat die Verbandsversammlung eine rund dreiprozentige Tarifanpassung zum Januar 2027 beschlossen. Hintergrund sind die weiterhin gestiegenen Betriebs-, Energie- und Personalkosten. Der vom Bund festgesetzte Deutschlandticket-Preis steht voraussichtlich Ende September fest.
Barbara Schwarz erklärte: „Die Entscheidung zur Tarifanpassung ist uns nicht leichtgefallen. Gleichzeitig stehen dem ÖPNV weiterhin deutlichen Kostensteigerungen bevor. Mit der Anpassung der Ticketpreise sichern wir auch künftig ein verlässliches und attraktives Angebot für unsere Fahrgäste.“
Konkret wird ein Einzelticket der Preisstufe 1 künftig 2,70 Euro statt bisher 2,60 Euro kosten. In Preisstufe 2 erhöht sich der Fahrpreis ebenfalls um 10 Cent, in den Preisstufen 3 bis 5 um jeweils 20 Cent und in den Preisstufen 6 und 7 um jeweils 30 Cent. Gleichzeitig vereinfacht der VRT seine Tarifstruktur: Die bisherigen zehn Preisstufen werden auf acht reduziert. In der höchsten Preisstufe 8 können Fahrgäste künftig verbundweit unterwegs sein,insbesondere weite Strecken, wie z.B. Trier - Gerolstein werden durch die Anpassung günstiger.
Die Verbandsversammlung befasste sich zudem mit der wirtschaftlichen Entwicklung der regionalen Busnetze: Obwohl das Angebot seit 2022 um viele neue Busnetze erweitert wurde, sind die Kosten für die Kommunen bis 2024 auf gleichem Niveau geblieben. Mit Blick auf die anstehende Neuvergabe der ersten Busnetze wurden die weiteren Schritte vorgestellt. Für das Linienbündel Östliche Vulkaneifel, das insbesondere die (Ruf)Bus-Linien zwischen Daun und Kelberg beinhaltet, soll der nächste Verkehrsvertrag ab Dezember 2028 gelten.
Marcel Schillen, ebenfalls Geschäftsführer des VRT, sagte: „Mit dem Beschluss zur Veröffentlichung der Vorabbekanntmachung im Supplement zum Amtsblatt der Europäischen Union leiten wir das neue Vergabeverfahren ein. Unternehmen, die das Angebot eigenwirtschaftlich erbringen möchten, haben dann drei Monate Zeit, einen entsprechenden Antrag bei der Genehmigungsbehörde zu stellen.“
Sofern kein eigenwirtschaftlicher Antrag eingehe, solle die Ausschreibung zeitnah nach Ablaufen der Frist erfolgen, um dem Verkehrsunternehmen, welches im Rahmen der wettbewerblichen Vergabe den Zuschlag erhält, möglichst viel Vorlaufzeit – u.a. für die Fahrzeugbeschaffung – zu ermöglichen.